Anamnese mit Blick auf die Arthrose
- Schmerzverlauf, Anlaufschmerz und Nachtschmerz
- bisherige Behandlungen und persönliche Ziele
Nicht das Röntgenbild allein entscheidet über die Behandlung. Entscheidend sind Beschwerden, Beweglichkeit, Belastbarkeit und Ihr Alltag. Ziel ist ein nachvollziehbarer Behandlungsplan, bevor vorschnell über eine Operation entschieden wird.
Ich sehe in meiner Ordination viele Menschen mit gesicherter oder vermuteter Kniearthrose, die wissen wollen, was konservativ noch möglich ist und ab wann eine Operation ehrlicherweise die bessere Option wäre.
Wahlarztordination · Simmeringer Hauptstraße 101–103/2, 1110 Wien · gut erreichbar mit U3 und Linie 71

Kniearthrose bedeutet, dass sich das Kniegelenk verschleißbedingt verändert hat, Knorpel, Gelenkspalt und umgebende Strukturen sind betroffen. Wie stark diese Veränderungen im Röntgenbild aussehen, sagt aber nicht zuverlässig voraus, wie stark die Schmerzen im Alltag sind.
Manche Menschen haben ausgeprägte Veränderungen und wenig Beschwerden, andere deutliche Schmerzen bei vergleichsweise geringem Befund. Beides ist bekannt und beides ist ernst zu nehmen. Starke Beschwerden sind niemals „nur halb so schlimm“, weil ein Bild unauffälliger wirkt.
Für die Behandlung zähle ich deshalb mehrere Dinge zusammen: Ihre Beschwerden, die Funktion und Beweglichkeit des Knies, Ihre Belastbarkeit im Alltag und Ihre persönlichen Ziele. Bildgebung setze ich gezielt ein, nicht automatisch.
Während meiner Ausbildung habe ich viele Knieprothesen und deren Nachbehandlung gesehen. Aus dieser Zeit kenne ich sehr gute Kniechirurginnen und Kniechirurgen und ich weiß, wie viel eine gut indizierte Operation bewirken kann.
Ich habe aber auch gesehen, dass ein künstliches Kniegelenk keine Garantie für vollständige Beschwerdefreiheit ist. Genau deshalb halte ich es für wichtig, vorher sorgfältig zu prüfen, welche konservativen Möglichkeiten noch sinnvoll sind und wie konsequent sie tatsächlich genutzt wurden.
Eine Knieprothese kann zum richtigen Zeitpunkt sehr viel Lebensqualität zurückgeben. Meine Aufgabe ist es, vorher genau zu prüfen, welche konservativen Möglichkeiten noch sinnvoll sind und ehrlich zu sagen, wenn eine Operation die bessere Option wird.
Ein regulärer Ersttermin dauert üblicherweise etwa 20 bis 25 Minuten. Davon zu unterscheiden ist die 40-minütige Knie-Spezialsprechstunde weiter unten, in der mehr Zeit für die strukturierte Einordnung und einen schriftlichen Behandlungsplan vorgesehen ist.
Wenn die Ursache Ihrer Knieschmerzen noch nicht eindeutig geklärt ist, finden Sie weitere Informationen zur allgemeinen Knieabklärung beim Kniespezialisten in Wien.

Wenn Kniebeschwerden länger bestehen, bisherige Maßnahmen wenig geholfen haben oder Sie Ihre Behandlungsmöglichkeiten bei Kniearthrose einordnen möchten, nehmen wir uns gezielt Zeit. Im Mittelpunkt stehen konservative Behandlungen – also Möglichkeiten ohne Operation. Gemeinsam entwickeln wir einen individuellen Plan für Ihren Alltag und Ihre Ziele.
40 Minuten · 190 Euro
Der Preis umfasst Untersuchung, Befundbesprechung und Ihren schriftlichen konservativen Behandlungsplan. Eine medizinisch angezeigte reine Kortisoninjektion während dieses Termins ist ebenfalls enthalten.
Für ACP, Cingal und die Hyaluron-Serie gelten feste Gesamtpreise einschließlich der zugehörigen ärztlichen Abklärung, des Materials und der Anwendung. Sie sind keine pauschalen Zuschläge auf das Sprechstundenhonorar.
Weitere Behandlungen, externe Leistungen und spätere Kontrollen werden bei Bedarf separat vereinbart und verrechnet. Das DIME-SYS-Programm ist eine eigenständige optionale Leistung und weder enthalten noch angerechnet.
Sie erhalten eine verständliche Einordnung und konkrete nächste Schritte für Alltag, Bewegung und gegebenenfalls weitere Behandlung. Ob eine Injektion oder eine operative Abklärung sinnvoll ist, wird individuell besprochen.
Gezieltes Training, Physiotherapie und eine angepasste Belastung bilden die Grundlage. Je nach Befund können Injektionen mit Hyaluronsäure, Cingal, Kortison oder Eigenblutbehandlungen mit ACP/PRP ergänzend infrage kommen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind und wann eine operative Abklärung nötig ist, besprechen wir individuell.
Für den direkten Einstieg in eines dieser Pakete ist keine zusätzliche Knie-Spezialsprechstunde erforderlich. Ob eine Behandlung medizinisch sinnvoll ist, entscheiden wir nach der jeweiligen Abklärung.
GO-ON-Hyaluron-Paket
340 Euro
Pro Knie, inklusive ärztlicher Abklärung und vollständiger Serie mit fünf Injektionen.
Cingal-Paket
350 Euro
Pro Knie, inklusive ärztlicher Abklärung und einer Cingal-Injektion.
ACP-Paket
690 Euro
Je Anwendung und Gelenk, inklusive Begutachtung, Blutabnahme, ACP-Max-Kit, Aufbereitung und Applikation.
Wenn aus Ihrer Knie-Spezialsprechstunde unmittelbar eines dieser Behandlungspakete für dasselbe Knie im selben Behandlungsplan entsteht, rechnen wir das bereits bezahlte Sprechstundenhonorar einmalig auf den Paketpreis an. Beim ACP-Paket bedeutet das zum Beispiel: 190 Euro wurden bereits bezahlt, anschließend bleiben 500 Euro Restzahlung bis zum Gesamtpreis von 690 Euro.
Die Anrechnung gilt nicht für ein zweites Gelenk oder mehrere Pakete. Spätere eigenständige Kontrollen, zusätzliche Anwendungen und neue Behandlungszyklen werden nach vorheriger Absprache extra verrechnet. Das DIME-SYS-Programm bleibt eine eigenständige Leistung und wird nicht angerechnet.
Sie erhalten eine detaillierte Honorarnote über die erbrachten Leistungen. Für erstattungsfähige ärztliche Leistungen ist eine teilweise Rückerstattung durch Ihre Krankenversicherung möglich. Ob und in welcher Höhe Kosten übernommen werden, entscheidet Ihr Versicherungsträger. Mehr dazu finden Sie unter Kosten und Rückerstattung beim Wahlarzt.
Bitte bringen Sie vorhandene Befunde und Bilder sowie Ihre Medikamentenliste mit. Überlegen Sie, welche Alltagstätigkeiten oder sportlichen Aktivitäten aktuell besonders eingeschränkt sind. Eine Vorstellung ist auch ohne vorhandene Bildgebung möglich.
Bitte wählen Sie im Online-Kalender die Knie-Spezialsprechstunde aus. Für diesen Termin sind 40 Minuten vorgesehen. Alternativ können Sie den Termin telefonisch vereinbaren.
Konservative Behandlung bedeutet nicht „abwarten“. Sie besteht aus mehreren Bausteinen, die zusammenwirken müssen – und die zu Ihrem Alltag passen sollten.
Die aktive Behandlung ist die Grundlage – nicht die Ergänzung.
Nicht weniger Bewegung, sondern besser verteilte Bewegung.
Ein sachliches Thema, kein moralisches.
Selektiv eingesetzt, passend zur jeweiligen Situation.
Sie dürfen sich grundsätzlich Bewegung zutrauen. In meiner Ordination erlebe ich oft, dass die Unsicherheit größer ist als die tatsächliche Einschränkung. Entscheidend sind Regelmäßigkeit, eine vernünftige Dosierung und die Abstimmung mit Ärztin oder Arzt und Physiotherapie.
Mobilisation, Gleichgewicht, Dehnung und Kräftigung sind kein Baukasten, aus dem man sich eine einzelne Übung herausnimmt. Sie gehören zu einem gemeinsamen Plan, der zum aktuellen Reizzustand, zur Belastbarkeit und zur individuellen Diagnose passen muss. Die folgende Übersicht zeigt die Richtung, das ausführliche Programm finden Sie im Übungs-PDF und im Recovery Hub.
Das ist meine persönliche Startorientierung und keine starre Vorgabe.
Eine rechtzeitige Abklärung hilft, die Ursache einzuordnen und früh einen passenden Behandlungsplan zu erstellen.
„Trauen Sie sich Bewegung zu, aber nicht nach dem Prinzip ‚mehr ist immer besser‘. Regelmäßige, gut dosierte Übungen und eine enge Abstimmung mit Physiotherapie und ärztlicher Betreuung sind meist der sinnvollere Weg.“
Eine Infiltration ersetzt weder Bewegungstherapie noch Physiotherapie. Sie kann in ausgewählten Situationen ein symptomorientierter Baustein sein. Welche Substanz infrage kommt, entscheiden wir nach Untersuchung, Befund und Aufklärung gemeinsam.
Symptomorientierte Option bei passender Indikation – ohne Versprechen auf Knorpelaufbau oder Heilung.
Kombination aus vernetzter Hyaluronsäure und einem Kortisonanteil als einzelne Injektion, nur nach individueller Indikationsstellung.
Kann bei aktivierter Arthrose oder deutlicher Reizung kurzfristig helfen – keine dauerhafte Standardlösung.
Eigenblutbehandlung als ergänzende Option bei ausgewählter Kniearthrose. Nutzen und Grenzen besprechen wir individuell. Behandlungsstart Ende September 2026 geplant.
Präparate, Ablauf und Kosten beschreibe ich ausführlich auf der Seite Ablauf und Kosten einer Hyaluronsäurebehandlung. Als weiteres optionales Verfahren bei ausgewählter Kniearthrose finden Sie hier Informationen zu ACP und PRP: Ablauf, Grenzen und Paketpreis.
Eine Operation ist keine Niederlage der konservativen Behandlung, sondern ein möglicher nächster Schritt. Zur Sprache kommt sie, wenn die Beschwerden stark und anhaltend sind, Alltag und Lebensqualität deutlich eingeschränkt bleiben und die konservativen Möglichkeiten ausreichend versucht wurden oder nicht mehr sinnvoll sind.
Befunde und Beschwerden müssen dabei gemeinsam betrachtet werden. Weder ein Bild allein noch eine Schmerzangabe allein rechtfertigt die Entscheidung.
Wenn konservative Möglichkeiten ausgeschöpft sind und die Beschwerden den Alltag deutlich bestimmen, empfehle ich eine operative Abklärung. Bei Bedarf vermittle ich an erfahrene Kniechirurginnen und Kniechirurgen aus meinem Netzwerk.
Ohne vorhandene Bildgebung oder Vorbefunde ist eine Erstvorstellung trotzdem möglich. Anamnese und klinische Untersuchung ergeben in den meisten Fällen bereits ein tragfähiges Bild für den nächsten Schritt.
Nein. Viele Menschen mit Kniearthrose kommen über längere Zeit gut mit konservativer Behandlung zurecht. Ob und wann eine Operation sinnvoll wird, hängt von Beschwerden, Funktion, Alltag und Verlauf ab – nicht allein vom Röntgenbild. Eine Garantie, eine Operation dauerhaft zu vermeiden, gibt es allerdings nicht.
Nach der Anamnese untersuche ich das Kniegelenk klinisch: Beweglichkeit und Gelenkfunktion, Bandprüfung, Druckschmerz und Schwellung sowie – je nach Beschwerden – Gangbild und Beinachse. Ultraschall oder Sonografie werden in meiner Ordination nicht durchgeführt.
Bewegungstherapie und Physiotherapie gehören zu den zentralen Bestandteilen der Behandlung. Ziel ist ein individuell dosierter Aufbau von Beweglichkeit, Muskelkraft und Belastbarkeit. Bei Bedarf stimme ich mich direkt mit den behandelnden Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten aus meinem Netzwerk ab.
Nach individueller Indikation kommen Hyaluronsäure, Cingal – eine Kombination aus hochvernetzter Hyaluronsäure und einem Kortikosteroid – eine klassische Kortisoninfiltration oder Eigenblutbehandlungen mit ACP/PRP infrage. ACP/PRP ist als ergänzende Option bei ausgewählter Kniearthrose vorgesehen; der Behandlungsstart ist für Ende September 2026 geplant. Die Infiltrationen erfolgen nach anatomischer Orientierung; ultraschallgestützte Infiltrationen biete ich nicht an.
Nein. Hyaluronsäure ist eine symptomorientierte Behandlung und keine Therapie, die Knorpel wieder aufbaut oder das Gelenk regeneriert. Studienergebnisse und Leitlinienempfehlungen unterscheiden sich, die durchschnittlichen Effekte sind eher klein und nicht jeder Mensch spricht darauf an.
Wenn die Beschwerden stark und anhaltend sind, Alltag und Lebensqualität deutlich eingeschränkt bleiben und die konservativen Möglichkeiten ausreichend versucht wurden oder nicht mehr sinnvoll sind. Ein künstliches Kniegelenk kann bei passender Indikation viel Lebensqualität zurückgeben, ist aber keine Garantie für vollständige Beschwerdefreiheit.
Eine Verlaufskontrolle erfolgt üblicherweise nach etwa ein bis zwei Wochen. Beurteilt werden nicht nur der Schmerz, sondern auch Beweglichkeit, Aktivitätsniveau und Belastbarkeit im Alltag. Bewegungstherapie und Physiotherapie bleiben dabei die Grundlage der Behandlung.
Als persönliche Startorientierung empfehle ich je nach Übung etwa 10 bis 20 kontrollierte Wiederholungen und ein bis zwei Durchgänge pro Tag. Wichtiger als eine hohe Wiederholungszahl sind saubere Ausführung und Regelmäßigkeit. Die Dosierung wird bei Bedarf individuell durch Physiotherapie oder ärztliche Betreuung angepasst.
Die Übungen sollten schmerzfrei bis höchstens leicht unangenehm sein. Reduzieren Sie die Belastung oder beenden Sie die Übung, wenn sich die Bewegung klar unangenehm anfühlt, die Beschwerden während des Trainings zunehmen, danach eine neue oder zunehmende Schwellung entsteht oder das Knie länger deutlich gereizter bleibt.
Bei einem akut gereizten Knie stehen zunächst Entlastung und vorsichtige, schmerzangepasste Mobilisation im Vordergrund. Kühlung kann eingesetzt werden, wenn sie als angenehm empfunden wird. Anspruchsvolle Kräftigungsübungen pausieren vorübergehend. Schmerzstillende oder entzündungshemmende Medikamente nur nach individueller medizinischer Abklärung.
Rasch abklären lassen sollten Sie eine plötzlich aufgetretene deutliche Schwellung, Überwärmung oder Rötung, Fieber oder ausgeprägtes Krankheitsgefühl, eine rasche Verschlechterung sowie starke Beschwerden nach einer frischen Verletzung oder fehlende Belastbarkeit. Eine rechtzeitige Abklärung hilft, die Ursache einzuordnen und früh einen passenden Behandlungsplan zu erstellen.
Die Inhalte dieser Seite stützen sich auf aktuelle Übersichtsarbeiten und Leitlinien. Sie geben den allgemeinen Rahmen wieder und ersetzen keine individuelle Untersuchung, Beratung oder Therapieentscheidung.
Die genannte Cingal-Studie wurde vom Hersteller finanziert; der Sponsor war an Studiendesign und Manuskripterstellung beteiligt. Sie wird daher als produktspezifische Evidenz und nicht als unabhängige allgemeine Empfehlung eingeordnet.
Medizinisch geprüft am 21. September 2026
Wir klären gemeinsam, was Ihr Knie aktuell braucht, welche konservativen Möglichkeiten sinnvoll sind und wann weitere Schritte notwendig werden.
Den übergeordneten Rahmen beschreibe ich unter konservative Orthopädie in Wien. Details zu Ablauf und Honoraren stehen auf der Seite Wahlarzt Orthopäde in Wien. Adresse, Öffnungszeiten und Anfahrt finden Sie im Kontaktbereich.
Wir klären, welche Maßnahmen zu Ihren Beschwerden, Ihrem Alltag und Ihren Behandlungszielen passen.
Ordination
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